Verkehrserziehung

Zur Selbständigkeit der Kinder gehört die Sicherheit im Straßenverkehr. Das Einüben bestimmter Verhaltensregeln beginnt schon bei sehr kleinen Kindern durch das Vorbild der Erwachsenen. Die ersten Verkehrserfahrungen machen die Kinder schon im „Kinderwagenalter“, spätestens jedoch, wenn sie laufen lernen und an der Hand des Erwachsenen unterwegs sind.

Eltern kommt die wichtigste Rolle in der Verkehrserziehung zu. Besonders in der Umgebung unserer Einrichtung, die in einem verkehrsberuhigten Bereich liegt, sind die Gelegenheiten, mit seinem Kind eine Straße mit Bordsteinkante zu überqueren, nicht so naheliegend und alltäglich. Um solche Gelegenheiten zu finden, muß man sich schon gezielt mit seinem Kind auf den Weg machen. Viele Kinder werden auch mit dem Auto gebracht oder abgeholt und haben so auch immer weniger Gelegenheit zum Einüben von Verhaltensregeln im Verkehr. Bei unseren Spaziergängen und Exkursionen legen wir daher Wert auf ein aufmerksames Wahrnehmen der Verkehrssituation und ein bewusstes Überqueren der Fahrbahn.

In den letzten Monaten vor Eintritt in die Schule entsteht manchmal das Bedürfnis von Kindern und auch Eltern, dass der Weg vom Kindergarten nach Hause selbständig, ohne Begleitung bewältigt werden soll. Dies sehen wir als einen großen Schritt in die Selbständigkeit, der auch schon ein gutes Maß an Selbstsicherheit erfordert. Vor dem ersten Alleingang sollte der Weg zum Kindergarten und nach Hause schon gut geübt sein. Eltern und Erzieherin müssen die Situation individuell und die Tagesform des Kindes entsprechend einschätzen, ob das Kind die entsprechende Anforderung bewältigen kann.

Ein Verkehrssicherheitstraining für Eltern mit ihren Kindern wird jährlich angeboten. Diese Veranstaltung wird durch einen Mitarbeiter der Polizei, Abteilung Prävention, gestaltet und spricht Eltern von jüngeren Kindern an. Ziele sind dabei:

  • Unterstützung der Eltern beim Training
  • Sensibilisierung für die Vorbildfunktion Erwachsener
  • Erkennen von Gefahrenpunkten aus Sicht der Kinder

Ebenfalls, möglichst mit Unterstützung eines Polizisten, gestalten wir zum Ende der Kindergartenzeit ein Verkehrsprojekt in gruppenübergreifender Form.

Hier werden die bis dahin geübten Fähigkeiten noch einmal besonders in den Vordergrund gestellt und deren Wichtigkeit für die Kinder deutlich gemacht. Diese Aktivitäten finden in der direkten Umgebung unserer Einrichtung statt und beinhalten auch den Weg zu den beiden Schulen, zum Spielplatz und zum Einkaufen.

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